Inhalt
Königspaare
das Jubiläumsfest
der Vorstand 1990
Präsidenten
Fahnengruppe
Könige
Kinderkönige
Armbrust
Königssteine
Vom Jahre 1861 an ist von jedem Schützenkönig ein mit seinem Namen versehenes Wappenschild an der Kette befestigt, und so ist die Nachwelt vorzüglich unterrichtet über die Personen der Schützenkönige. Feierte man das Schützenfest zunächst in Abständen von zwei bis drei Jahren, so ging man um die Jahrhundertwende schließlich dazu über, das Schützenfest alljährlich stattfinden zu lassen. Eine Rechnung aus dem Jahre 1904 für die
„Anfertigung des Vogels zum Kinderschützenfest"
zeigt uns, dass bereits um die Jahrhundertwende die Kleinen es den Großen gleichtaten und eifrig um die Königswürde rangen. Die Art und Weise, wie das Schützenfest gefeiert wurde, hat sich in der 150jährigen Vereinsgeschichte nur wenig geändert. Höhepunkt eines jeden Schützenfestes war schon immer der Kampf um die Königswürde, die mit wenigen Ausnahmen nach dem Adler ausgeschossen wurde. Zeitweise trat an die Stelle des Adlers die Scheibe. Im Schießen auf die Scheibe zeigte sich vor allen Dingen der gute Schütze, so dass nach diesen Schießergebnissen auch die Preise verteilt wurden. Außerdem hat man in früheren Jahren auch nach der Flatter geschossen, einem achtfachen Strahlenkranz, in dessen Spitzen Glasscherben befestigt
wurden, die der Schütze zu treffen hatte. Hinsichtlich des Platzes war das Schützenfest im Lauf der Jahre manchem Wandel unterworfen. Der idealste Platz, den man sich für ein Volksfest wünschen kann, war wohl der erste unter "Sieks Buchen", eingeräumiger, schattiger Platz, der sich ungefähr an der Stelle des früheren Konzertplatzes in den alten Kuranlagen befand. In Bezug auf den Schießstand scheint aber dieser Platz nicht ganz befriedigt zu haben, denn schon im Jahre 1880 wechselte man es mit "Sieks Kuhweide", dem jetzigen "Peter-Rickmers-Platz". Da die Weide noch nicht dräniert und somit sehr sumpfig war, erwies sich auch dieser Platz als ungeeignet.
Als neuen Festplatz wählte man Düffelmeyers Bergteil nahe der Eielstädter Grenze, aber auch das war keine Ideallösung, da sich insbesondere durch das Fehlen eines Gasthauses in der Nähe des
Festplatzes in der Bewirtschaftung Schwierigkeiten ergaben. Im Jahre 1900 siedelte man dann wieder zum
"Peter-Rickmers-Platz" über, dem Gelände, das inzwischen durch Dränierung und parkmässige Anlage ein ganz anderes Gesicht bekommen hatte. Durch die Errichtung der „Friedenshöhe" war auch die Frage der Bewirtschaftung behoben. Enger und enger wurde das Verhältnis des Schützenvereines zum Hause Damkröger, was nach dem Ausbau der „Friedenshöhe" dazu führte, daß das Schützenfest auf eigenem Gelände dieser Gaststätten gefeiert werden konnte. Die einzige Schwierigkeit bestand jetzt nur noch in dem Weg vom Festplatz zum Schießstand. Hatte man zunächst in „Kotzen Bergs Steinkuhle" in der Nähe des "Peter-Rickmers-Platz" geschossen, so wurden seit 1924 die Schießwettkämpfe in der „Schießhalle", der ehemaligen Bierstube der Gaststätte „Friedenshöhe" ausgetragen. (Das Gebäude stand bis vor einigen Jahren am Fuß des Hügels zum heutigen Hotel ist aber abgerissen worden.)
Geschossen wurde in Richtung Hohlweg hinter der Schießhalle. 1935 war es dann soweit. Anlässlich des damaligen Jubiläumsschützenfestes konnte ein neuer, landschaftlich ideal gelegener Schießstand, in unmittelbarer Nähe des Festplatzes eingeweiht werden, der gleiche Schießstand, auf dem noch heute viele Wettkämpfe ausgetragen werden. Der Schützenverein Bad Essen hatte nach jahrzehntelangem Suchen endlich ein „Zuhause" gefunden. Die Reihe der Schützenfeste, wie das Vereinsleben überhaupt, wurde öfters unterbrochen durch Kriege und politische Ereignisse. Zuerst war es der Deutsch-Französische Krieg 1870/71, der das Vereinsleben zum Erliegen brachte. Nachdem man nach dem 1. Weltkrieg 1920 erstmals wieder Schützenfest feierte, musste man in den Jahren 1922 und 1923 infolge der Hochinflation wiederum eine unfreiwillige Pause einlegen. Bis zum Jahre 1933 wählte der Schützenverein seine verantwortlichen Männer, den Präsidenten und die übrigen Vorstandsmitglieder, in seiner Jahreshauptversammlung. Im Jahre 1933 wurde dann auch im Schützenverein zwangsweise das Führerprinzip durchgeführt, und so wählte der Verein seine Präsidenten zum Führer, der seinerseits die übrigen Mitglieder des bisherigen Vorstands in den Führerrat berief. Eine jähe Unterbrechung im Vereinsleben des Schützenvereins gab es im Jahre 1939 mit Ausbruch des 2. Weltkrieges.
Erst 10 Jahre später, im Jahre 1949 konnte wieder mit der Vereinstätigkeit begonnen werden, und dieses auch nur unter größten Schwierigkeiten. Der Krieg hatte schmerzliche Lücken in die Reihen der Schützenbrüder gerissen. Auf der ersten Mitgliederversammlung nach dem 2. Weltkrieg am 23. 04. 1949 sprachen sich die Anwesenden einstimmig für eine Neugründung des Vereins aus und bestätigten die vorbereitete Satzung. Zum ersten Vorsitzenden des neu gegründeten Vereins wählte man Wilhelm Glüsenkamp, ihm zur Seite stand Fritz Schumacher Der erste Jahresbeitrag wurde auf 3,- DM festgelegt, daneben wurden 2,- DM als Schützen-festbeitrag erhoben. Die Militärregierungen waren streng darauf bedacht, in Deutschland keine militärischen Handlungen mehr zu dulden. Schusswaffen waren in dieser Zeit für Deutsche undenkbar, darum führte man das Adlerschießen auch zunächst mit der zu 50 % aus privaten Beihilfen bezahlten Armbrust durch. Systematisch und sehr schnell erblühte der Schützenverein in dieser Nachkriegszeit wieder zu „vollem Leben" und entwickelte immer neue Aktivitäten. So wurde die Fahnengruppe wieder ins Leben gerufen, man beschloss, jährlich ein Winterfest, unseren heutigen Schützenball, zu feiern, und gründete eine Schießgruppe. Eine wertvolle, noch heute bestehende Verbindung, konnte zum Reit- und Fahrverein Bad Essen hergestellt werden, und so begleiten Reiter seit 1949 den Festumzug des Schützenvereins, seit 1951 mit der seinerzeit von den Damen des Vereins gestiftete Königsstandarte. Schwerpunkt in der Vereinsarbeit war die Wiederinstandsetzung, die Erhaltung und Erweiterung des Schießstandes auf der Friedenshöhe bis heute hindurch. Diese Arbeiten, nachdem man mit der Familie Damkröger einen 99jährigen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat, konnte nur durch vorbildlichen freiwilligen Arbeitseinsatz vieler Schützen, aber auch unter erheblichen finanziellen Belastungen ausgeführt werden, was sogar zu zeitweiligen „Finanznöten" im Verein führte. 1963 entschloss man sich dann zur Behebung des entstandenen finanziellen Engpasses den bis zu diesem Zeitpunkt traditionellen und die Zusammengehörigkeit fördernden Kommerzabend am Sonnabend abzuschaffen und dafür einen öffentlichen, einnahmeträchtigen Tanzabend einzuführen. Dieser Entschluss wurde zum vollen Erfolg wenn auch zu Lasten der Tradition denn öffentliche Tanzveranstaltungen wurden zu der Zeit noch begeistert aufgenommen. 1961 wurde dem Schützenverein eine eigene Königskutsche, der heute noch unsere Umzüge begleitende Landauer, gestiftet. In der gleichen Zeit begann man mit der Errichtung der Königssteinanlage.
Eine verhältnismäßig kurze Episode in der Geschichte des Schützenvereins stellt der 1963 auf Initiative des damaligen Königs gegründete Fanfarenzug dar dieser Musikzug präsentierte sich mit wechselndem Erfolg und wurde 1981 in die Selbständigkeit entlassen. Ein denkwürdiges, aber notwendiges Ereignis war die Weihe einer neuen Vereinsfahne im Jahre 1975. Diese Anschaffung, wiederum zum größten Teil aus Spenden ermöglicht, war erforderlich geworden, um die traditionsreiche alte Fahne aus dem Jahre 1861 vor weiterem witterungs-bedingtem Zerfall zu bewahren und damit zu erhalten. Im Laufe der Jahre war man immer wieder bemüht, aber auch durch zeitbedingte Einflüsse gezwungen, hinsichtlich des Schützenfestes neue Konzeptionen zu entwickeln. So wurde z. B. zeitweise auf eine Blaskapelle verzichtet, was sich aber letztlich als falsch erwies. Als Erfolg hingegen erwies sich die Umgestaltung des jährlichen Königsbieres. Dieses wird seit 1985 mit Damen in Verbindung mit einem Grünkohlessen durchgeführt. Nach 150 Jahren Vereinsgeschichte kann man heute eine vorläufige Bilanz ziehen: Trotz Höhen und Tiefen, trotz mancher Schwierigkeiten, wie sie in jedem Vereinsleben gelegentlich auftreten, konnte sich der Verein zu einem großen Schützenverein im Osnabrücker Schützengau entwickeln. Eine solche Entwicklung war und ist jedoch nur möglich durch große Opfer, durch viel Idealismus, Arbeits- und Einsatzbereitschaft der Mitglieder. Mögen dem Schützenverein Bad Essen auch in Zukunft solche Idealisten beschieden sein, die mit ihrer Kraft Neues schaffen und alte Traditionen pflegen, zum Wohle der Gemeinschaft, zum Wohle des Schützenvereins Bad Essen von 1840 e. V. und dem deutschen Schützenwesen.
Horrido!!!







Gründungspräsident Bankier Voß
(nach mündlicher Überlieferung)
| 1879 bis 1885 | Karl Stiegemeyer | |
| 1885 bis 1889 | C. Fink | |
| 1889 bis 1896 | Aug. Wilcke | |
| 1896 bis 1904 | H. Gerwin | |
| 1904 bis 1905 | Franz Schlüter | |
| 1905 bis 1906 | Friedrich Kerkhoff | |
| 1906 bis 1931 | Christian Rögge | |
| 1932 bis 1949 | Dr. Otto Dunkhase | |
| 1949 bis 1962 | Wilhelm Glüsenkamp | |
| 1962 bis 1973 | Rudolf Siefker | |
| 1973 bis 1986 | Günter Schumacher | |
| 1986 bis 2001 | Erwin Walkenhorst | |
| seit 2001 | Uwe Walkenhorst |


Schon seit dem Bestehen des Bad Essener Schützenvereins, also seit 150 Jahren, wurde außer dem geschäftsführenden Vorstand auch ein militärischer Vorstand gewählt. Er setzte sich damals zusammen aus dem Chef, dem Kommandeur, zwei Adjutanten, zwei Leutnants, dem Fähnrich und zwei
Begleitern. Und wenn aus dem Anlass des 150jährigen Jubiläum in den alten Protokollbüchern und Urkunden geblättert wird, dann erfährt man, dass bereits 1885 militärische Übungen unter der Leitung des Chefs des Schützenkorps abgehalten wurden, wobei es für jedes Mitglied Pflicht war, an diesen Übungen teilzunehmen. Im April 1910 schließlich wurde neben dem genannten militärischen Vorstand auch eine so genannte
„Fahnensektion" aufgestellt, die sich aus 8 Mann zusammensetzte. Heute ist der Oberst der Chef der Fahnengruppe, wie sie sich heute nennt, bzw. Verbindungsmann zum geschäftsführenden Vorstand. Ihm zur Seite stehen der Hauptmann und der Fahnenleutnant.
Die Organisation des Korps hat die „Mutter der Kompanie", der Spieß, bzw. Hauptfeldwebel, wie er offiziell genannt wird, in der Hand. Er hat Sorge zu tragen für die Organisation und das leibliche Wohl der Truppe. Die Fahnengruppe besteht weiter aus den Offizieren, dem Fahnenrott, den Trägern von Adler und Armbrust, sowie 9 - 12 Gewehrträgern. Mit den „Exerzierdiensten" wird etwa 8 Wochen vor dem Schützenfest
begonnen. Hier wird hart geübt, aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Das Fehlen bei diesen Übungsabenden wird auch heute noch bestraft. Es ist üblich, dass sich der König an einem Dienstabend von dem guten „Griffekloppen" überzeugt. Für gute Arbeit erhält die Truppe dann ein „flüssiges Sold". Die Übungsabenden finden für gewöhnlich an Wochenenden statt, waren dann in Nachbarvereinen schon Schützenfeste, organisierte der Spieß kurzerhand einen Besuch. Mit Taxen fuhr man in die Nachbarortschaft, nach geselliger Feier bis in die Morgenstunden trat man den Heimweg nicht selten zu Fuß an. Aber es besteht nicht nur aus Vergnügen, die Mitgliedschaft in der Fahnengruppe, sondern die Männer werden des öfteren auch zum Arbeitseinsatz, z. B. bei der Renovierung des Schießstandes eingesetzt. Und wer nach den eigentlichen Aufgaben der Fahnengruppe fragt, der erhält die Antwort, dass sie als Hauptaufgabe, damals wie heute, die Ehrenwache beim Königsfrühstück übernimmt. Zu diesem Zwecke wurde 1933 ein Schilderhaus angeschafft, das, nebenbei bemerkt, im Zweiten Weltkrieg zur Brückenwache nach
Lecker ausgeliehen wurde. Zu der Zeit besteht der militärische Vorstand aus:
Oberst Heinrich Weimann
Hauptmann Dieter Szameit
Fahnenleutnant Joachim Matthey
Fahnenträger Arthur Siefker
Fahnenbegleiter Horst Richter
Fahnenbegleiter Hans-Hermann Rohling
Wie eh und jäh wird in der Fahnengruppe die Tradition gepflegt.
| 1861 Adolf Heinicke 1862 Friedrich Ashorn 1863 Heinrich Pelzer 1865 Herman Pfannenschmidt 1867 August Rahe 1869 Wilhelm Witte 1872 Ernst Hermeyer 1874 Heinrich Hugo 1877 Wilhelm Feuerhake 1880 Gerhard Buck 1883 Julius Höger 1884 Heinrich Rögge 1886 Julius Höger (zum 2. Mal) 1889 Wilhelm Pelzer 1892 Heinrich Lührmann 1894 Friedrich Runge 1897 Richard Dittmar 1898 August Höger 1900 Arnold Selige 1902 Georg Titgemeyer 1904 Heinrich Evers 1905 Julius Wallus 1906 Heinrich Kahmeyer 1907 Wilhelm Kaase 1908 Carl Buck 1909 Fritz Henniger 1910 Heinrich Evers (zum 2. Mal) 1911 Ernst August Henschen 1912 Johann Kemper 1913 Heinrich Rahe 1914 August Gremmel 1920 Hermann Schumacher 1921 Wilhelm Kaase (zum 2. Mal) 1924 Paul Völker 1925 Wilhelm Schlüter 1926 Josef Rose |
1927 Hugo Golinski 1928 Heinrich Siefker 1929 Heinrich Glackemeyer 1930 Christian Rögge 1931 Hermann Mailänder 1932 August Dankmeyer 1933 Ernst Warnsmann 1934 Heinrich Melcher 1935 Erich Siek 1936 Wilhelm Wessler 1937 Hans-Ulrich Wenke 1938 Heinrich Claushallmann 1939 Fritz Schumacher 1949 Dr. Otto Dunkhase 1950 Hermann Stöckel 1951 Ernst Evers 1952 Hermann Beeck 1953 Hans Pannenborg 1954 Johann Kohröde 1955 Ernst Prenzler 1956 Kurt Rögge 1957 Karl Kunz 1958 Günter Schumacher 1959 Fritz Düffelmeyer 1960 Franz Hofmeister 1961 Heinrich Schumacher 1962 Hermann Claushallmann 1963 Fritz Rögge 1964 Hans Heiden 1965 Wilhelm Glüsenkamp 1966 Karl-Heinz Aubke 1967 Paul Krieg 1968 Ernst Kohröde 1969 Wilfried Bührmann 1970 Manfred Titgemeyer 1971 Helmut Blessing |
1972 Helmut Böse
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| 1932 Alfred Lindau 1933 Helmuth Knieriem 1934 Hermann Düffelmeyer 1935 Hans Rose 1936 Erich Lindau 1937 Helmut Steuwer 1938 Erwin Claushallmann 1939 Erich Warnsmann 1949 Helmut Albers 1950 Dieter Frickenhelm 1951 Hartmut Krieg 1952 Wilfried Bührmann 1953 Uwe Klausemeyer 1954 Udo Werth 1969 Fritz Titgemeyer 1970 Achim Blessing 1955 Johann Quade 1956 Heinrich Evers 1957 Elmo Bockbreder 1958 Günter Meckfessel 1959 Wilhelm Siefker 1960 Jürgen Jasper 1961 Rolf Leimbrok 1962 Fritz Düffelmeyer 1963 Klaus Kormeyer |
1964 Rudolf Nordsiek |
1988 Axel Peters
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Die Errichtung der Königssteine droben am Schießstand, inmitten des Waldes in der Nähe des Wacholdersteines, verdient auch im Rahmen dieser Festzeitschrift gewürdigt zu werden. Die Königssteine des Bad Essener Schützenvereins sind mehr als nur symbolhaftes Zeugnis, sie sind Beweis der Gemeinsamkeit. 1861 steht der erste Name, es ist Adolf Neinecke, hinter der Jahreszahl 1961 ist der Name Heinrich Schumacher eingehauen.
Er ist der Spiritusrector dieser Idee. Und wer erinnert sich nicht in dieser Stunde an den 24. Juni 1962, als in einer Feierstunde die Königssteine in die Obhut des Vereins genommen wurden. Zu diesem großen Anlass fand der damalige Präsident Rudolf Siefker, an die stolze Geschichte des Vereins erinnernd, anerkennende Worte:
„Namen, die gestern noch Vergangenheit waren, sind in dieser Stunde Gegenwart. Ist das nicht wie ein
Symbol für die Liebe zu unserem Verein, der in der Tat eine stolze Geschichte zu verzeichnen hat? Seien
wir dieser Geschichte würdig und erkennen wir, dass in der Tat Steine reden können!"
Wie war es dazu gekommen, oberhalb des Schießstandes Königssteine zu errichten? Nun die Idee dazu hatte Schützenbruder Heinrich Schumacher - er war in diesem Jahr auch Majestät -, einer der Tatkräftigsten, wenn es galt, für diesen Schützenverein da zu sein. Sei in diesem Zusammenhang vermerkt, dass Heinrich Schumacher auch als der "steinerne Heini" in die reiche Chronik des Bad Essener Schützenvereins eingegangen ist. Als
Würdigung für die Idee. Diese Idee aber musste Wirklichkeit werden. In die Steine aus dem Osnabrücker und dem Wittlager Land, die mit viel Fleiß und noch mehr Mühe auf ihren Platz gebracht wurden, wollen die Namen der bis damals, also 1962, 63 Könige der Bad Essener Schützen gehauen werden. Und nun war es der Schützenbruder Hans Heiden, Steinmetzmeister von Beruf, der die Namen einschlug, heute führt Waldemar Jung diese Tradition fort. Vom ersten Namen 1861 bis zum vorerst letzten 1989 spannt sich ein weiter Bogen vom Gestern zum Heute, es ist der Bogen der Tradition, die verpflichtet. Diese steinernen Zeugen legen Zeugnis davon ab, - dass nur in der Gemeinschaft die Stärke liegt - dass auch ein Schützenkönig - dass auch ein Präsident - dass alle, die zur Verantwortung berufen sind, eines bleiben:
Bad Essener Schützen.
Wenn hier zwei Namen genannt wurden, Heinrich Schumacher und Hans Heiden, dann darum, weil sie sich um
die Verwirklichung der Königssteine besonders verdient gemacht haben. Aber erwähnt werden müssen auch alle
anderen ungenannten Helfer, denn die Bad Essener Königssteine sind ein Zeichen der Gemeinsamkeit. Und
wenn vielleicht nach weiteren 50 Jahren Bad Essener Schützen hier stehen, wenn diese heute sechs Steine um
weitere vermehrt sind, dann soll man von uns sagen können: Sie waren deutsche ehrliche, sie waren echte
Bad Essener Schützen.